Forschung
In allen drei Forschungslinien geht es um dieselbe Frage: Welcher Teil der experimentellen Kontrolle geht bei jedem Schritt vom Labor in den Browser, auf das Smartphone und zu Echtzeit-Ereignissen verloren, und wie lässt er sich messen, wiederherstellen oder in der Auswertung berücksichtigen?
Laufende Arbeiten erweitern diese Frage auf die Datenqualität, wenn Teilnehmende an Online-Studien KI-Agenten sein könnten, und auf die Messeigenschaften von Smartphone-Sensoren.
In einem Online-Experiment läuft der Ablauf im Browser der Teilnehmenden, ohne dass eine Versuchsleitung anwesend ist. Forschende sehen nicht, ob Instruktionen gelesen wurden, ob ein Video zur Stimmungsinduktion angesehen wurde oder auf welchem Gerät und Bildschirm die Reize erschienen.
Bei Experience Sampling werden Menschen mehrmals täglich nach ihrem Erleben und Verhalten gefragt, in den Situationen, in denen es auftritt. Welche Situationen in die Daten eingehen, hängt davon ab, wann die Abfragen kommen: nach festem oder zufälligem Zeitplan oder wenn ein Ereignis eintritt, etwa das Ankommen an einem Ort.
Wenn das Studienmaterial selbst auf das Smartphone geschickt wird, geben Forschende auch die Kontrolle darüber ab, wie Reize dargeboten und Antworten erfasst werden. Bildschirmgröße, Eingabeart und der Zeitpunkt der Zustellung unterscheiden sich zwischen Teilnehmenden und im Lauf eines Tages.